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Mit einer gesunden Lebensweise und einem Gleichgewicht zwischen Beruf,
Familie und Freizeit können Sie am besten Burnout vorbeugen.
Bemerken Sie Anzeichen des Ausbrennens, sollten Sie zuerst auf ihre eigenen
Bedürfnisse achten und sich Ruhe gönnen. Haben Sie das Gefühl, sich nicht mehr
erholen zu können, sollten Sie sich professionelle Unterstützung bei einem
Psychiater, Klinischen Psychologen und Psychotherapeuten holen. Lesen Sie dazu
mehr unter Behandlung (siehe Verlinkung zur Behandlung)
Anfangs genügen oft schon einige Beratungsgespräche, um wieder zu Kräften zu
kommen und schwere Auswirkungen zu vermeiden.
Um Burnout vorzubeugen, gibt es viele
Möglichkeiten, lesen Sie dazu mehr unter Tipps für Betroffene. (Verlinkung)
Wenn Sie bereits psychosomatisch reagieren,
also in einem fortgeschrittenen Stadium "ausgebrannt" sind, sollten Sie dringend
einen Arzt aufsuchen bzw. psychologische Hilfe annehmen. Wichtig ist, dass Sie
sich klar machen, dass Stress, Überforderung und Erschöpfung die Ursachen von
Burnout sind und nicht ihr alleiniges persönliches "Verschulden".
Mit professioneller Hilfe gelingt es Ihnen
eher, aus dem Burnout-Kreislauf auszubrechen.
Kostenzuschüsse werden von der
Sozialversicherung geleistet, wenn:
·
die Psychotherapie zur Behandlung einer Krankheit
notwendig ist und
·
darüber hinaus von Personen durchgeführt wird, die
zur selbständigen Ausübung dieser Therapie nach den hiefür geltenden
Gesetzesbestimmungen berechtigt sind.
Bei den jeweiligen Krankenkassen sind auch
Adressen von Therapeuten erhältlich. Hauptverband der Sozialversicherungen (http://www.sozialversicherung.at
)
Die Dauer der Behandlung schwankt erheblich
von einigen Wochen bis Monaten, kann aber auch einige Jahre betragen.
Bei akuten Krisen (wie z.B.
Selbstmordgedanken oder zur Unterstützung bei besonders dramatischen
Ereignissen) sind Krisenintervention und rasche Hilfe gefragt.
Sollte ihr Hausarzt oder ein
Facharzt für Psychiatrie nicht erreichbar sein, wenden Sie sich an die nächste
psychiatrische Ambulanz eines öffentlichen Krankenhauses oder den
Notfallpsychologischer Dienst Österreich - NDÖ oder das
Kriseninterventionsteam Land Steiermark
Ärzte für Allgemeinmedizin und
Fachärzte für Psychiatrie sind auf der
Homepage der Steirischen Ärztekammer abrufbar.
1
Was kann man für sich selbst tun?
Folgende
Anregungen wollen dazu beitragen, Burnout vorzubeugen und zu überwinden. Haben
die Symptome die Warnstufe überschritten, so ist dringend
medizinische/therapeutische Hilfe geboten.
Wenn man sich
nur noch erschöpft, leer, kaputt, sonderbar gereizt und unfähig fühlt, können
das Warnsignale von Burnout sein. (Burnout-Selbsttest)
Diese Alarmzeichen sollten nicht zu noch größerem Arbeitseinsatz anspornen,
sondern als Warnsignale ernst genommen werden. Das bedeutet, sich ernsthaft mit
der Frage auseinander zu setzen: Was geschieht, warum geschieht es und welche
Konsequenzen sind hieraus zu ziehen? Was belastet mich am Arbeitsplatz, welche
eigenen Bedürfnisse und Ziele werden vernachlässigt, welche beruflichen
Vorstellungen sind unrealistisch, welche Denkmuster sind falsch und setzen mich
unter Druck? Wie gewinne ich an Autonomie und individueller Freiheit?
1.1
Bei der Arbeit auch an sich denken
Engagement über den Arbeitstag hinaus lässt
nicht nur das Privatleben verkümmern, auf Dauer nagt es auch an Arbeitskraft,
Effizienz und Arbeitsfreude. Arbeitstempo und Zeitdruck – Hauptfaktoren für
Stress in unserer Arbeitswelt – kann man sich zwar kaum entziehen. Dennoch
sollte jeder sein persönliches Arbeitstempo auf ein realistisches Ziel hin
überprüfen und regulieren. Überengagement sollte heruntergeschraubt werden, um
ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Entspannung herzustellen.
1.2
Perfektionismus ade
"Zeitmanager" weisen immer wieder darauf hin,
dass Zeitdruck und Stress entstehen, weil auch eher unwichtige Arbeiten mit
hundertprozentigem Einsatz und hundertprozentiger Perfektion erledigt werden.
Die Kunst ist, sich die Zeit zu nehmen, um Wichtiges von Unwichtigem zu
unterscheiden und sich von dem gefährlichen Perfektionismus zu verabschieden.
Zeitmanagement ist Selbstmanagement!
1.3
Nein sagen – zu sich und anderen
Wem es schwer fällt, sich und anderen Grenzen
zu setzen (am Arbeitsplatz und zu Hause), dem geht irgendwann einmal die Puste
aus. Nicht alle Arbeiten müssen sofort oder selbst erledigt, nicht alle Wünsche
anderer umgehend erfüllt werden. Für sich selbst zu sorgen bedeutet nicht,
egoistisch oder unkollegial zu sein, sondern in kluger Voraussicht zu handeln,
um die eigenen Ressourcen nicht zu verschleißen.
1.4
Überhöhte Erwartungen zurückschrauben
Überhöhte - berufliche und private -
Erwartungen halten vielfach der Realität nicht stand und werden von der
Wirklichkeit "eingeholt". Wenn die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu
groß ist, kommt es zu Stress. Werden die Erwartungen und Wünsche auf ein
realistisches Maß zurückgeschraubt, entlastet dies alle Beteiligten und schafft
individuelle Freiräume.
1.5
Mit anderen sprechen – sich nicht zurückziehen
Wer in einer Burnout-Krise steckt, neigt dazu,
sich von Kollegen und Freunden zurückzuziehen. Das ist gefährlich und kann die
Krise verstärken. Mit anderen zu sprechen ist "überlebensnotwendig". Der andere
Blickwinkel kann dabei helfen, Dinge zu relativieren und im rechten Licht zu
sehen.
1.6
Für Entspannung und Ablenkung sorgen
Als burnoutgefährdeter Mensch muss man seine
Arbeitswut gezielt durchbrechen und sich zu Muße und Faulsein überreden. Dazu
gehört, brachliegende persönliche Interessen wieder zu beleben, verschüttete
Bedürfnisse aufzudecken, soziale Kontakte auszubauen und wieder zu genießen.
Entspannung ist das physiologische Signal für Entwarnung an den Körper,
Entspannung hat zudem die Funktion der Selbstwahrnehmung. Wer sich spürt, der
erkennt, was der Körper braucht – ein guter Schutz gegen Burnout. Entspannung
kann durch gezielte Übungen „erlernt“ werden, aber auch durch jede Form von
Bewegung erreicht werden. Leistungsdenken und Ehrgeiz haben bei Entspannung
nichts zu suchen!
1.7
Ein gesünderes "bewegtes" Leben führen
Um die Kraftreserven wieder aufzufüllen,
braucht der Organismus neben ausreichendem Schlaf und „gesundem Essen“ auch
körperliche Aktivitäten. Gefragt und hilfreich sind hier weniger die riskanten
Sportarten, sondern eine regelmäßige körperliche Bewegung. Der tägliche
Spaziergang, die Gartenarbeit, das Schwimmen und Radfahren tun nicht nur dem
Körper gut, sondern machen auch Kopf und Seele frei. Genussmittel helfen nicht
in Burnoutkrisen, eine gesunde Ernährung ist jedoch Ausdruck dafür, seinem
Körper und sich selbst mehr Achtsamkeit zu schenken und sensibel zu sein für
eigene Bedürfnisse. Diese Fähigkeiten, die bei Burnout in Vergessenheit geraten
sind, gilt es wieder zu beleben.
1.8
Medizinische und therapeutische Hilfe annehmen
Wer bereits psychosomatisch reagiert, also in
einem fortgeschrittenen Stadium "ausgebrannt" ist, sollte dringend einen Arzt
konsultieren bzw. psychologische Hilfe annehmen. Wichtig ist, sich klar zu
machen, dass Stress, Überforderung und Erschöpfung die Ursachen von Burnout sind
und nicht alleiniges persönliches "Verschulden". Mit professioneller Hilfe
gelingt es eher, aus dem Burnout-Kreislauf auszubrechen. Bei entsprechender
ärztlicher Diagnose übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung.
Bei den jeweiligen Krankenkassen sind auch Adressen von Therapeuten erhältlich.
1.9
Die beste Burnoutprävention: Für Balance sorgen
Work Life Balance ist die Zauberformel der
Gegenwart: Politik, Unternehmen, Gewerkschaften, Betriebe sind bestrebt, Lebens-
und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sich Arbeit und Leben in einer
guten Balance befinden. Doch es geht um mehr: Die Grundlage einer sinnvollen
Prävention von Burnout ist die Balance zwischen Arbeit, Freizeit, Beziehungen
und individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Eine stabile Basis dafür, diese
Bereiche miteinander zu verbinden und in Einklang zu bringen ist, in sich hinein
zu hören und die innere Achtsamkeit zu stärken.
Burnoutkrisen können überwunden werden. Es gibt Chancen der Erholung und
Gesundung, es gibt Chancen auf ein Umlernen und Weiterleben! Wichtige Leitsätze
im Umgang
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