1.1.1 Ärztliche / Psychologische HilfeErste ärztliche Hilfe können Sie bei ihrem Arbeitsmediziner bzw. ihrem Hausarzt in Anspruch nehmen. Ihr Hausarzt kann Sie vorerst krank schreiben, damit Sie sich von den belastenden Faktoren erholen können.
Bei ausgeprägten Symptomen können Psychiater und Klinische Psychologen eine genauer Abklärung vornehmen. Da auch andere Erkrankungen hinter diesen Symptomen stecken könnten, ist der Besuch beim Facharzt ist auf jeden Fall wichtig. Die Diagnose und Behandlung wird auf Sie persönlich abgestimmt. Manchmal stecken ganz andere Ursachen hinter ihren Symptomen, dann wird ihr Arzt oder Psychologe eine andere Therapie planen.
Zuerst wird in einfühlsamen Gesprächen herausgefunden, welche psychischen Probleme und Belastungen zum Ausbruch der Krankheit geführt haben. Dabei sollen Sie unterstützt werden, dass Sie zu einer gesunden und geordneten Lebensführung finden ‑ vor allem was die Faktoren Schlaf, Genussgifte, Erholungsbedarf, Ernährungsverhalten und körperliche Aktivität betrifft.
Übungen zur Stress- und Konfliktbewältigung sowie das Erlernen eines guten Zeitmanagements können dabei hilfreich sein. Auch die Arbeitsplatz-Situation, die häufigste Ursache des Burnout-Syndroms, muss diskutiert werden. Wichtig ist hier eine umfassende Aufklärung der meist komplexen Ursachen, eine intensive Motivationsarbeit. Dabei sollen Sie das Gefühl bekommen, vom Arzt oder Psychologen verstanden und angenommen zu werden.
Eine Burnout-Behandlung ist keine vorübergehende Maßnahme: Ihre Lebensgewohnheiten und Selbsteinschätzung sollen nachhaltig verändert werden und Sie sollen Bewältigungsstrategien für den Alltag erlernen und einsetzen können.
Homepage der Steirischen Ärztekammer BÖP (Berufsverband Österreichischer PsychologInnen)
Klinische Psychologie – wenn's allein nicht weiter geht 1.1.2 PsychotherapieIn einer Verhaltenstherapie lernen Sie anhand konkreter Beispiele aus dem Alltag, Strategien zur Krankheitsbewältigung zu entwickeln, mit Belastungen umzugehen und für ausreichende Erholung zu sorgen.
Häufig kann auch eine Gruppentherapie sehr hilfreich sein. In einer Gruppentherapie können Sie von anderen Betroffenen unterstützt werden: durch Erfahrungsaustauch über bisherige Therapien, günstige oder auch ungünstige Veränderungsversuche, sowie auch Verständnis ihrer Situation. Diese soziale Unterstützung kann fehlendes Verständnis von Angehörigen, Selbstvorwürfe, Scham oder Schuld zumindest ausgleichen.
Weitere Informationen und eine Liste der Psychotherapeuten finden Sie hier:
Österreichischer Berufsverband für Psychotherapie www.burnout-zentrum.at
|